Beamte und Ruhestand

Anatole France sagte einmal, dass Arbeit etwas unnatürliches ist und nur die „Faulheit“ etwas göttliches wäre. Wenn es um Beamte und den Ruhestand geht, gab es zumindest in der Vergangenheit, viele Arbeitnehmer in der freien Wirtschaft, die diesen auch dieses Motto „unterstellt“ haben. Der Grund dafür war einfach, dass sich viele Beamte auch einen „frühen“ Ruhestand leisten konnten, weil sie über viele Jahre kontinuierlich gearbeitet haben und als staatlich Beschäftigte, weitere „Privilegien“ genießen konnten. Das ist aber längst nicht mehr der Fall. Während noch vor wenigen Jahren, lediglich 10% der Beamten tatsächlich bis zur „Regelaltersrente“ gearbeitet hat, sind es heute, mehr als doppelt so viele. Aber auch die wachsende Sparsamkeit einzelner Kommunen, wird sicher dafür sorgen, dass es noch mehr werden, während die Gesamtzahl der Beamten sinkt.

Insgesamt kann man also wohl davon ausgehen, dass von dem „guten“ Ruf, einer Beamtenstellung nicht mehr viel übrig geblieben ist und viele von diesen, sich auch noch um eine private Altersvorsorge kümmern müssten. Da kann man halt schon sagen, dass die Beamten es gar nicht mehr so leicht haben vorzusorgen, wie es in der Vergangenheit der Fall war. Deshalb darf sicher auch mancher Beamte über sein mageres Ruhegehalt etwas jammern.

Es gehört ja schon fast zum guten Ton, wenn man in Ruhestand geht und sich vorher seinen „Rentenbescheid“ ansehen muss. Anders als in vielen Betrieben, werden Beamte aber meist nur im eigenen Büro bzw. der eigenen Abteilung „Abschied“ feiern. So wie es auch vielen Mitarbeitern in großen Unternehmen geht. Der Unterschied kann bestenfalls darin bestehen, dass die „fröhliche“ Verabschiedung von einem Unternehmenseigner auch mal als „Motivation“ für die anderen Mitarbeiter herhalten muss. Das könnte man ja auch mal anbringen, wenn jemand aus der freien Wirtschaft auf die Idee kommt über die Bequemlichkeit der Beamten zu meckern.