Abschiedsgedicht an Lehrer

Abschiedsgedicht an Lehrer

 

 

Leider ist es heute nicht mehr besonders üblich, seinen Lehrer mit einem Gedicht zu verabschieden, die meisten sind eh genervt von Lehrern und Schule und nur noch froh, endlich entlassen zu werden. Auch die Eltern sind gewöhnlich nicht so engagiert, ihren Kindern dabei Unterstützung zu bieten. Das ist gewiss nicht überall so, doch ich habe die Erfahrung gemacht, dass es eben nicht selbstverständlich ist, einem Lehrer zu danken.

 

Dabei gibt es durchaus noch Lehrer, die über das normale Maß hinaus für ihre Schüler da sind, die Interesse zeigen und fördern, wo sie können. Auch diese Erfahrung habe ich machen dürfen. Ich sah aber auch, dass diesem besonderen Lehrer ein hohes Maß an Dank gebührt.

 

 

Mir persönlich hätte ein Gedicht nicht all das ausdrücken können, was mir auf der Seele lag. Ein Abschiedsgedicht an Lehrer wäre für mich nicht das Richtige gewesen, weil ich mich zu sehr auf das Dichten konzentriert hätte, als auf das Wesentliche!

 

Mit sehr viel Einfühlungsvermögen hatte er die Kinder durch die ersten Jahre ihres Schülerlebens geführt, hatte ihnen Werte vermittelt, Freude am Lernen! Immer war er bemüht, allen und allem gerecht zu werden, war immer für Schüler und Eltern da: bei Problemen und Problemchen.

 

Stets hat er Stärken und Schwächen erkannt und diese gefördert, dabei seine Ziele nie aus den Augen verloren. Mit tausend Kleinigkeiten hat er immer wieder gezeigt, wie gern er „ seine Kinder „ hat!

 

Sagen Sie mir: können Sie all das in ein kurzes Gedicht fassen? Die Kinder und ich haben ihm zum Abschied eine Rede gehalten, die all das beim Namen nannte, und er sagte, das hätte noch nie eine Klasse für ihn getan – und das mit Tränen in den Augen...

 

 
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